. .

Symptome

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

Symptome und ihre Ursachen

Jeder gesunde Mensch hat drei innere Hämorrhoiden (Plexus hämorrhoidalis internus).

Zur Krankheit ( Hämorrhoidal-Leiden ) werden diese erst, wenn es durch eine Vergrößerung oder Tiefertreten (Prolaps) zu Beschwerden kommt. Typische Symptome sind Blutungen (Hämatochezie=hellrotes Blut beim Stuhlgang), Druckgefühl, Juckreiz (Pruritus), Hautausschlag ( Ekzem oder Dermatitis ) und im fortgeschrittenen Stadium Störungen der Stuhl- Kontinenz (Fähigkeit, Stuhl und Darmwinde sicher zu halten).

Die Ursachen des Hämorrhoidal-Leidens sind nicht sicher geklärt, eine Rolle spielen wohl ballaststoffarme Kost, der aufrechte Gang, langes Sitzen, genetische Veranlagung ( Bindegewebsschwäche ) sowie ungünstige Stuhlgewohnheiten (lange "Toilettensitzungen", starkes Pressen).

Eine ähnliche Erkrankung mit der Bezeichnung Analthrombose (=unechte Hämorrhoide) (teilweise irrtümlich als 'äußere Hämorrhoiden' bezeichnet) entsteht durch Ausbildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) in den Venen der Analhaut und wird medizinisch exakt Perianalthrombose genannt. Hier zeigt sich ein blauschwarzer, sehr druckschmerzhafter, prallelastischer Knoten neben dem After. Die Erkrankung ist in der Regel harmlos und heilt unter begleitender Therapie mit Sitzbädern und örtlichen Schmerzmitteln von selbst. Nur wenn der Patient den Schmerz nicht aushalten kann oder Zweifel an der Diagnose bestehen, ist eine operative Entfernung nötig.

Verbreitung

Rund 50 Prozent der über 50-Jährigen leiden unter Hämorrhoiden. Die Erkrankung kann aber durchaus auch weit vor diesem Alter auftreten. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Stadieneinteilung

  • Stadium 1

die Knoten sind voll reversibel, es treten keine Schmerzen auf die Hämorrhoiden sind nicht von außen sichtbar, sie können nur proktoskopisch dargestellt werden

  • Stadium 2

die Knoten fallen beim Pressen in den Analkanal vor die Hämorrhoiden sind allein nicht mehr rückbildungsfähig

  • Stadium 3

die Knoten fallen spontan vor es kann zur Einklemmung und Blutung kommen die Reposition (Hineinschieben) ist noch möglich

  • Stadium 4

entspricht einem Analprolaps (Tiefertreten), die Reposition (Hineinschieben) ist nicht mehr möglich

Zwischenstufen zwischen den einzelnen Stadien sind möglich.